Bild zeigt Lang, Pulse und Roboter Iadu, die ein User Testing durchführen.

Qualitative und quantitative Daten zur Optimierung der User Experience

20.06.16

Mit einer Kombination aus Analytics und User-Testings kann eine bestehende Applikation optimiert werden: Schwachstellen werden erkannt, validiert und verbessert.

UX-Reviews im Lebenszyklus eines Produktes

Eine gute User Experience (UX) entscheidet im Business oft über Leben und Tod eines digitalen Produktes. Ist ein Produkt beispielsweise zu überladen, so wird von Anfang an ein leichteres Konkurrenzprodukt gewählt. Komplexe digitale Produkte haben einen langjährigen Lebenszyklus. Oft wächst dabei der Funktionsumfang der Applikation. Sie wird überladen, während das Kernerlebnis leidet. Die Applikation braucht ein UX-Review.

Es ist Teil unseres Jobs, die User Experience bestehender Applikationen zu überprüfen und zu optimieren. Dabei soll mit beschränktem Budget in kurzer Zeit das Kernerlebnis wiederbelebt werden. Um dies zu erreichen, benötigen wir eine Kombination aus qualitativer und quantitativer Analyse.

Qualitative und quantitative Daten ergänzen sich

Normalerweise beginnen wir mit einem qualitativen Zugang, beispielsweise durch User-Interviews und Workshops. So können wir erste Schwachstellen der Applikation isolieren. Anschliessend versuchen wir, diese Annahmen mit qualitativen Daten zu validieren. Analytics-Daten* können die ursprünglichen Einsichten stützen oder entkräften. Wenn sich zum Beispiel zeigt, dass die Abbruchrate eines Formulars sehr hoch ist, dann macht es Sinn, dieses Formular gründlich zu optimieren. Weiter können wir sehen, ob aufwändig erstellter Inhalt gelesen wird. Wenn Benutzer auf einer Seite beispielsweise nur fünf Sekunden bleiben, so ist der gesamte redaktionelle Aufwand umsonst.

Nach der quantitativen Phase schliessen wir den Kreis mit qualitativen User-Testings. Dabei stellen wir den Zielbenutzern häufig klickbare Prototypen zur Verfügung, um A/B-Feedback zu generieren. So können wir sicherstellen, dass die vorgeschlagenen Optimierungen den gegenwärtigen Zustand wesentlich verbessern und zu Mehrwert führen – und schliesslich zur finalen Umsetzung überschreiten.

* Welches Analytics-Tool zum Einsatz kommt, hängt vom Projekt ab. So setzen wir in sensiblen Geschäftsbereichen beispielsweise Piwik ein, womit die Daten im eigenen Besitz bleiben.